Robert Harm

Mitbegründer des Netzwerkes open3.at zur Förderung von Open Society, Open Government und Open Data in Österreich. Seit 2010 engagiert er sich für offene Daten, Transparenz und zivilgesellschaftliche Mitbestimmung. 
„Nicht die Bürgerinnen und Bürger sollen gläsern werden, sondern Politik und Verwaltung: Der Staat soll beweisen, dass er transparent und nachvollziehbar handelt und dass politische Entscheidungen aufgrund von Fakten getroffen werden. Offene Daten können dazu viel beitragen. Es muss unser Ziel sein, dass der Staat sämtliche Daten und Dokumente prinzipiell veröffentlicht ("open by default") - außer, es gibt im konkreten Fall klar formulierte Gründe, die eine Geheimhaltung rechtfertigen und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig sein müssen – etwa, wenn es um Datenschutz und der Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern, faire Verfahren oder nationale Sicherheit geht. Eine Geheimhaltung soll jedoch nur dann gerechtfertigt sein, wenn durch die Veröffentlichung ein Schaden entstehen würde und kein überwiegendes öffentliches Interesse an der Herausgabe der Information vorliegt. Dafür braucht es eine einheitliche Richtlinie: Ein bundesweit einheitliches Informationsfreiheitsgesetz, unterstützt durch eine/n Informationsfreiheitsbeauftragte/n, wie dies z.B. bereits bei unseren Nachbarn in Slowenien der Fall ist.“